Die Jugendkunstschulen Baden-Württembergs

von Hartmut Preuss | 27. April 2009

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In der Kunstkonzeption des Landes Baden-Württemberg wurden erstmals 1990 die Jugendkunstschulen als neue außerschulische Bildungseinrichtung ergänzend zu den Jugendmusikschulen verankert. Heute exisitieren in Baden-Württemberg 40 Jugendkunstschulen. Jugendkunstschulen führen in kreativen Prozessen Kinder und Jugendliche mit fachspezifischen und fächerübergreifenden Konzepten an alle künstlerischen und gestalterischen Bereiche heran. Jugendkunstschulen haben ihr eigenes Profil entwickelt, das einer ganzheitlichen Persönlichkeitsentwicklung von jungen Menschen Rechnung tragen will. Mit ihren bis heute entwickelten innovativen Angeboten und Unterrichtsformen fördern sie gezielt künstlerische, gestalterische und handwerkliche Leistungen.
Bereits 1990 wurden an den 3. Baden-Württembergischen Jugendkunstschultagen Zielsetzungen von Projektarbeit formuliert und mit beispielhaften Kinder- und Jugendkulturprojekten ihre Wirksamkeit belegt: Projektarbeit vermittelt komplexe Lerninhalte nicht abstrakt kognitiv, sondern stellt erlebte Erfahrungen her. Projektarbeit vermittelt künstlerisches Gestalten nie isoliert, sondern immer verbunden mit dem Inhalt, einem Thema oder einem Problem. Projektarbeit ist nur als Gruppenarbeit vorstell-bar. Sie erfordert Arbeitsteilung und Kooperation. Projekte ermöglichen, verschiedenste künstlerische Ausdrucksformen in Begegnung mit geschichtlicher oder heutiger gesellschaftlicher Wirklichkeit anzuwenden und diese nicht losgelöst von den Inhalten als beliebig einsetzbare ästhetische Techniken zu vermitteln. Projektarbeit setzt tiefgreifende Lernprozesse in Gang.
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Kongress KUNST beWEGt

Das Ministerium für Kultus, Jugend und Sport in Baden Württemberg veranstaltet am Freitag, 12. Oktober 2012 an der PH Weingarten diesen Kongress zum Thema „Experiment“. Auf diesem Kongress sollen Themen der aktuellen Neugestaltung von Unterrichtsfor-men sowie neue pädagogische Schwerpunktsetzungen (Stichworte individuelle Förderung, Inklusion, frühkindliches Lernen)  thematisiert werden. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhalten in Vorträgen und Foren, die auch prakti-sche Aspekte beinhalten, Anregungen für den Unterricht und ihr eigenes künstlerisches Tun. Projektdokumentationen und künstlerische Darbietungen setzen weitere Impulse. Informationen zum Kongress  und Anmeldung: www.kongress-kunst-bewegt.de

Neues für MeNuK

Unter dem Titel "Selbstverständlich Kunst! Fächerübergreifende Unterrichtsbeispiele für die Grundschule" gibt das Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg im Dezember 2011 eine Handreichung für Lehrkräfte für den Kunstunterricht im Fächerverbund "Mensch-Natur-Kultur" heraus, in der Bezüge zu allen Bereichen des Fächerverbundes hergestellt werden. Die Handreichung berücksichtigt die Vorgaben des Bildungsplanes und orientiert sich an den Kompetenzbereichen. Sie stellt praktisch erprobte Unterrichtsmodelle mit didaktischen Hinweisen, Tipps zum Materialbedarf und Bezügen zur Kunstgeschichte und aktuellen Kunstwerken, Künstlerinnen und Künstlern sowie Bildbeispiele vor. Die Handreichung besteht aus losen Blättern in einem attraktiv gestalteten Ordner. Somit können eigene Materialien zu den Unterrichtsmodellen hinzugefügt werden. Die Handreichung kann ab Dezember 2011 beim Zentrum für SCHULKUNST in Stuttgart-Feuerbach zum Preis von 15 € bestellt werden. Bestelladresse:  per E-Mail: schulkunst@lis.kv.bwl.de per Post: Zentrum für SCHULKUNST, Siemensstraße 52b, 70469 Stuttgart

Beirat Kulturelle Bildung

 Als „Berater der Landesregierung“ fungiert ein Gremium, das aus Künstlern, Kulturschaffenden und Bildungsexperten besteht.  Der 2011 berufene Fachbeirat ´Kulturelle Bildung´ verfolgt das Ziel, die kulturelle Bildung über alle Schulen und Kultureinrichtungen im Land zu fördern und zu stärken. Rund 30 namhafte Vertreterinnen und Vertreter aller Kultursparten und des Bildungswesens begleiten und beraten als Fachbeiratsmitglieder die Landesregierung bei der Weiterentwicklung der kulturellen Bildung in Baden-Württemberg. Darunter auch der Vorsitzende des BDK-Bawue, Lutz Schäfer.

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