Zum Bildungsplan Bildende Kunst 2016

von Lutz Schaefer | 25. September 2016 | Lesen

Unmaßgebliche Anmerkungen zu den Leitgedanken zum Kompetenzerwerb
1.1 Bildungswert des Faches Bildende Kunst

Der Beitrag der Bildenden Kunst zur allgemeinen Bildung
Gedanken zu den Leitgedanken- umfassend?

von Ernst Hövelborn

Vom Fach Bildende Kunst umfassend umfasst zu werden, da wie einleitend geschrieben steht: „Das Fach Bildende Kunst fördert umfassend schöpferische Kräfte“, ist sicher nicht unangenehm, zumal wenn man damit von schöpferischen Kräften und ästhetischer Sensibilität erwärmt, leitend und geistig angeregt an die Hand genommen wird. Das kann man nur sagen: Was will man mehr und liest freudig weiter, da auch noch der „Kompetenzerwerb“ im Raume steht und „anschlussfähiges Wissen“ dazu kommt. Solchermaßen angeschlossen, einen Anschluss sollte man nie verlieren, steigert sich die „Wahrnehmung und die Entfaltung imaginativer Fähigkeiten“. Das ist doch etwas und wer solchermaßen ausgestattet, den Raum des Wirklichen bildungsleitgedanklich betritt, ist gewappnet, nicht mit einem Fass ohne Boden, sondern voll auf der Höhe des „modernen Bildverständnisses“.

Modern ist immer gut! Wer will schon hinten anstehen? Wenn dann noch die „umfassende Persönlichkeitsentwicklung“ dazu kommt, wobei mehrfach in den Leitgedanken von dem Umfassenden gesprochen wird, dass man solchermaßen umfasst, sich seiner „sozialen Kompetenzen“ sicherer ist-warum auch nicht?

Zur Umfassung gehört auch das Moment der „Zentralität“. Wenn schon, denn schon, der Kern ist wichtig und da steht unverrückbar für die Kunsterziehung das „Bild“ im Raum, sozusagen als „Kernkompetenz“ (Faust: das ist des Pudels Kern!) Nicht nur in der Vorprägung der Bildzeitung, sie befähigt ihre Leser zu einer Art bildhaft anregendem Weltverständnis, da alles und alle im Bild sind, während eine kunsterzieherisch erzeugte Bildkompetenz „Bildung“ vermittelt.

Was bildet? Für den großen Johann Wolfgang von Goethe war es die Anschauung der Natur und die „hohen Kunstwerke der Alten“ und Friedrich Schiller schöpfte seine Anschauung gar aus der „Seele“. Ob beide Geistesheroen sich damals einer modernen Bild- Anschauungsverständniskompetenz verpflichtet fühlten, bleibt offen?

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BDK-Hauptversammlung im Zeichen der Interkultur

von Sebastian Schäuffele | 1. Mai 2016 | Lesen

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Trotz harter Debatten und kurzer Nächte präsentieren sich die Vertreter aus Baden-Württemberg auch an Tag 3 noch unverwüstlich optimistisch und gut gelaunt im Foyer des Akademieneubaus (v.l.n.r.: vordere Reihe: Lutz Schäfer, Nadine Lindenthal, hintere Reihe: Sebastian Schäuffele, Stephan Pyroth, Julika Kühner und Jochen Wilms)

von Nadine Lindenthal

Vom 22. bis 24. April trafen sich alle Landesverbände und der geschäftsführende Vorstand zur diesjährigen BDK-Hauptversammlung an der Akademie der Bildenden Künste in München. Die alljährliche Hauptversammlung, zu der auch Gäste aus Österreich und der Schweiz eingeladen waren, stand ganz im Zeichen der Trans- und Interkultur. Die für Herbst 2017 geplante Tagung in Konstanz zum selben Thema warf hier sozusagen ihre Schatten voraus und eine große Arbeitsgruppe aus Baden-Württemberg, Bayern, Österreich und der Schweiz setzte an diesem Wochenende die konkrete Planung und Organisation derselben fort.

Ziel war und ist es, das Thema Interkultur auch interkulturell zwischen den drei Ländern zu erörtern, wobei vor allem der Aspekt der bisherigen und aktuellen Migrationsbewegungen im Mittelpunkt steht. Diese Thematik war auch der rote Faden für das traditionelle Kulturprogramm am Samstagnachmittag. Zeitgemäße Auseinandersetzungen mit Institutionen wie dem hiesigen Völkerkundemuseum oder auch anschauliche Beispiele, wie in klassischen Sammlungen interkulturelle Museumspädagogik betrieben wird, standen unter anderem auf dem Programm.

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Lebhafter Austausch im White Cube

von Sebastian Schäuffele | 18. April 2016 | Lesen

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Am Samstag, den 20.02.2016 fand unsere Mitgliederversammlung im Schauwerk Sindelfingen statt. In der ästhetischen Atmosphäre einer der beeindruckendsten Privatsammlungen Baden-Württembergs durften wir inmitten der hochkarätigen Sammlung zu Gast sein. Das Ehepaar Schaufler hatte ihre ehemalige Produktionshalle für Kühlmaschinen in ein Privatmuseum umbauen lassen, und so verschmelzen die gigantischen Proportionen des ehemaligen Industriebaus nunmehr mit den minimalistischen Ansprüchen eines modernen Museumsbaus, welcher seit 2010 die zeitgenössische Kunstsammlung beherbergt. Auch der Versammlungsraum strahlte die auratische Würde eines riesigen White Cubes aus, dessen hell leuchtendes Weiß einen klaren Kontrast zum trüb-grauen Februarmorgen bot.

Die ca. 40 Mitglieder konnten sich zunächst an der Begrüßungstheke, die direkt in der Sammlung aufgebaut war, inmitten von großformatigen Gemälden mit Kaffee, Getränken und Butterbrezeln stärken, ehe dann ab 10:45 die eigentlichen Verbandsangelegenheiten thematisiert wurden. Nadine Lindenthal präsentierte zunächst den Rückblick auf die Aktivitäten des vergangenen Jahres, hier dominierte zunächst der letztjährige „Headliner“ Zumthor – allein zu ihm gab es 2 Vorträge, das Sonderheft von Ernst Hövelborn, sowie die DVD-Lizenz, und damit verbunden auch die sehr erfreuliche Mitgliederentwicklung (2015 mehr als 50 neue Mitglieder, so dass der Landesverband nun knapp 600 Mitglieder insgesamt hat und nach Niedersachsen damit der zweitgrößte Landesverband geworden ist.)

Auf schulpolitischer Ebene musste der Verband leider zwei Niederlagen einstecken, der Versuch, Einfluss auf die Stundentafel in der Grundschule zu nehmen und das Bemühen, zusammen mit weiteren Berufsverbänden die Kultur als Leitperspektive im neuen Bildungsplan zu verankern, waren nicht von Erfolg gekrönt. Das heißt konkret, dass mit dem neuen Bildungsplan zwar erfreulicherweise Kunst als ausgewiesenes Schulfach in die Grundschule zurückkehrt, aber zugunsten von Musik insgesamt 2 Stunden abgezogen wurden. Positiver verlief hingegen der „Runde Tisch“ zum Thema Kunsterziehung an Gymnasien, erstmals trafen sich auf Initiative des BDK und der Kunstakademie Stuttgart alle für Kunsterziehung verantwortlichen Vertreter um sich erstmals in dieser großen Runde auszutauschen. Die Hauptproblematik der Unterversorgung im ländlichen Bereich und die Attraktivitätsminderung des Studienganges im Zuge der Bachelor-/ Masterumstellung standen im Mittelpunkt der Gespräche und stießen wichtige Impulse an, die im Moment in kleineren Gremien weiterverfolgt werden.

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